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E-Sim Card: Telekom will eSIM-Karte etablieren

16. 03. 2015

Die Telekom Deutschland plant eine E-SIM für vernetzte Geräte auf den Markt zu bringen. Dabei handelt es sich um eine umprogrammierbare Simcard, die unter anderem das Hinzufügen neuer Geräte zu einem Handyvertrag erleichtern soll. Erhältlich sein soll die E-Sim Card ab 2016.

E-SIM für 2016 geplant

Wie das Fachportal für Sim-Karten www.lte-simkarte.de berichtet, will die Telekom eine neue SIM-Karte – die sogenannte E-Simkarte – etablieren. Dabei handelt es sich um eine umprogrammierbare Sim Card für vernetzte Geräte. Der Netzbetreiber glaube, dass der Standard für eine E-SIM-Karte von 2016 an in den Markt komme und ab 2017 richtig durchstarten werde. Dies ließ der Konzern Ende Februar verlauten.

Mit der E-Sim Card will die Telekom das Hinzufügen neuer Geräte zu einem Laufzeitvertrag erleichtern. Dafür soll nur noch der Strichcode auf der Verpackung eines neuen Geräts mit dem Smartphone eingescannt werden.

Fest integrierte Simcard für beliebigen Anbieter-Wechsel

Die normalen Simkarten, die in Smartphones und Tablets eingesteckt werden, sind in der Regel fest auf eine Telefonnummer bei einem bestimmten Mobilfunk-Anbieter eingestellt. Bereits seit Jahren tüfteln Unternehmen an in Geräten integrierten Modulen, die sich per Funk von einem Anbieter auf einen anderen umstellen lassen.

Apple nutzt bereits mit der Apple-Simkarte eine solche Karte im iPad Air 2. Allerdings besteht derzeit eine Zusammenarbeit nur mit Netzbetreibern in den USA und in Großbritannien. Außerdem ist die Apple-SIM noch nicht fest in das iPad Air 2 integriert, sondern kann gegen herkömmliche Simkarten ausgetauscht werden.

E-SIM-Karte könnte in Übergangsphase für Probleme sorgen

Die E-Sim Card wird bisher unter anderem in vernetzten Autos genutzt, um den Betrieb in verschiedenen Ländern zu erleichtern. Künftig soll die eSim laut Telekom insbesondere bei vernetzten Alltagsgegenständen zum Einsatz kommen. Dabei dürfe es jedoch keinen Wettlauf von Insel-Lösungen geben, betonte Telekom-Vorstandsmitglied Claudia Nemat. "Wir brauchen einen offenen eSim-Standard."

Auch wenn die neue Technik vielversprechend klingt, so könnte sie dennoch Probleme mit sich bringen – etwa, wenn nicht jeder Anbieter das Verfahren von Anfang an unterstützt und man aber beispielsweise während eines Auslandsaufenthalts vorübergehend den Provider am Smartphone, Tablet oder USB-Datenstick wechseln möchte. Schwierigkeiten könnte während der Übergangszeit auch der Wechsel zwischen Geräten mit E-Simkarte und herkömmlicher Sim machen. Ob sich diese Befürchtungen bewahrheiten, wird sich mit der Einführung der E-Sim Card erst noch zeigen müssen.

Autor: ES